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TWK: 8th Tübingen Perception Conference
25th - 27th Feb 2005
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[please note: the invited lecture this year will be open to the public and, unlike the symposia and posters, will be in German]
Öffentlicher Abendvortrag
Unbewusste Wahrnehmung: Probleme, Befunde, Grenzen
Prof. Dr. Dirk Vorberg
Technische Universität Braunschweig
Samstag 26. Februar 2005 um 19:00
im Kupferbau, Hölderlinstr. 5, D-72074 Tübingen
Ob Reize unser Verhalten auch dann beeinflussen können, wenn wir sie nicht bewusst registrieren ('unterschwellige' oder 'subliminale Wahrnehmung'), ist eine alte Streitfrage, und in den populären Medien finden sich regelmäßig Berichte über den Einsatz solcher Techniken und ihre Gefahren, z.B. in der Werbung. Wenn man Erwartungs-Effekte ausschließt, zeigen sich nur vernachlässigbare Wirkungen unbewusster Reize. Das scheint die Meinung von Skeptikern zu stützen, dass Belege für unbewusste Wahrnehmung überwiegend auf methodische Artefakte zurückgehen. Diese Ansicht lässt sich angesichts einer Fülle neuer Befunde nicht mehr aufrechterhalten. Sie zeigen zweifelsfrei, dass sich vorbereitete Handlungen durch maskierte Reize bahnen („Priming“) oder hemmen lassen, obwohl sie nicht bewusst wahrgenommen werden können. Die aktuelle Forschung zweifelt nicht mehr an der Existenz unbewusster Wahrnehmung, sondern fragt nach den Bedingungen, unter denen sie möglich ist. Für Handlungs-Priming sind sie weitgehend bekannt; seine Wirkungen sind überaus kurzlebig, was ausschließt, es für unkontrollierbare Manipulationen einzusetzen. Kontrovers bleibt, worin sich semantisches, evaluatives und affektives Priming von Handlungs-Priming unterscheiden, welche qualitativen Unterschiede zwischen unbewusster und bewusster Wahrnehmung bestehen, und vor allem, welches ihre neuronalen Korrelate sind. |
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